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05.02.12
Von Matthias Hell
Hat Rakuten (vorm. Tradoria) eine Chance, binnen fünf Jahren an Amazon.de vorbeizuziehen?
Rakuten-Chef Hiroshi Mikitani spricht gerne von Synergien zwischen seinen internationalen Tochtergesellschaften, in Deutschland wird nun bald ein erstes Beispiel dafür zu sehen sein: So wird der 2010 von den Japanern übernommene US-Elektronikversender/-Plattformbetreiber Buy.com noch in diesem Monat auf Rakuten.de für eine Sortimentserweiterung sorgen:
„Buy.com wird auf Rakuten.de als Anbieter auftreten und hier vor allem das Spektrum im Bereich IT und Consumer Electronics erweitern. „Elektronik ist einfach ein riesen Traffic-Treiber und bei Buy.com, das in den USA ein Konkurrent von Amazon ist, können wir sicher sein, dass wir in diesem Bereich künftig sehr kompetitiv sein werden", so Rakuten-Deutschlandchef Tobias Kobier."
Buy.com ist bereits seit Ende 2009 mit einem eigenen Online-Shop in Deutschland vertreten. Wie in den USA verzichtet das Unternehmen dabei auch hier auf den Aufbau größerer eigener Logistikkapazitäten und setzt stattdessen auf die Zusammenarbeit mit Distributoren - eine Praxis, die Buy.com auch für den Verkauf auf Rakuten.de beibehalten will: „Die Ware wird ausschließlich von deutschen Großhändlern verschickt", so ein Sprecher von Rakuten Germany.
Eine noch eigenwilligere Lösung wählte Buy.com übrigens für seine Anfang 2011 gestartete Präsenz auf der japanischen Rakuten-Plattform: Mit dem Service „Easy International Forwarding" werden alle Produkte auf Buy.com sowie von den auf der Plattform vertreten Drittanbietern ohne zusätzliche Versandkosten nach Japan geliefert.
Frühere Beiträge zum Thema:
Rakuten-Chef Hiroshi Mikitani im DLD-Video-Interview
Wie Rakuten mit Tradoria an Amazon.de vorbeiziehen will
Rakuten nach der Übernahme von Tradoria, Play.com und Kobo
Rakuten über die Expansionspläne mit Buy.com und Priceminister
Shopbörse: Buy.com geht für 250 Mio. Dollar an Rakuten
03.02.12
Immer zum Wochenende bringen wir die neuesten E-Commerce-Jobs sowie die Top-Arbeitgeber für den Online-Handel, wachstumsstarke Unternehmen, die ständig auf der Suche sind nach guten Leuten:
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Online-Händler und E-Commerce-Unternehmen, die Topleute suchen und/oder sich bei uns als Top-Arbeitgeber präsentieren wollen, wenden sich bitte an Nadine Schmitt jobs@excitingcommerce.de
Ideen, Wünsche und Anregungen für unsere Job-Rubrik sind jederzeit herzlich willkommen.
Frühere Beiträge zum Thema:
Neue Jobs bei neckermann.de, von Wilmowsky, xplace, ARITHNEA, Unic
Neue Jobs bei Brille24, Tengelmann, xplace, Arithnea, Carpathia Consulting, und Unic
Neue Jobs bei Bergfreunde.de, ARITHNEA, Unic und Fahrrad.de
100.000+ Euro Job: Migros-Konzern sucht Leiter E-Commerce
03.02.12
"Unbelievable money at unbelievable valuations", gibt es für die Samwers aus Russland. Juri Milners Investmentgesellschaft DST, bekannt dafür, sich bei erfolgversprechenden Online-Startups in den späten Phasen mit viel Geld wenige Anteile zu sichern, hat sich mit 4% an Zalando beteiligt:
"Der von den deutschen Internetunternehmern Oliver, Marc und Alexander Samwer betriebene Onlineschuhversand teilte am Donnerstag mit, der russische Investor Digital Sky Technologies (DST) sei mit vier Prozent eingestiegen.
DST gilt als einer der größten Investoren im Internetgeschäft weltweit und hält unter anderem sieben Prozent an Facebook."
Die Samwers steigen damit in eine neue Liga auf. Und es bestätigen sich die Gerüchte, dass sie tatsächlich auf der Suche nach einer Milliardenfinanzierung waren:
"Indeed, we understand a key lieutenant of Yuri Milner's DST fund was recently walked around the Rocket Internet building, meeting various staff, which would suggest the Samwers could be in talks with DST about their fund raising, though Oliver Samwer declined to comment.
As one source told us: "Oli's great thing is his family offices investors were very supportive, but in order to go global he needs large institutional invest investors.""
DST ist an allen wichtigen Internetunternehmen beteiligt. Bloomberg hatte Juri Milner letzte Woche in Davos interviewt und unter anderem gefragt, ob er in Berlin investiert.
DSTs Begeisterung für (Pure Play) E-Commerce ist groß. Wir hatten ihn aus dem Interview letzte Woche schon zu den Perspektiven in China zitiert ("The Wal-Mart of China is actually going to be an online company").
Frühere Beiträge zum Thema:
Zalando: "We generate 100m Euros per month in revenue"
Samwer Report: Zalando-Bewertung steigt auf 1,6 Mrd. Euro
Zalando-Chef David Schneider über den Multi-Channel-Mythos
Zalando-Analyse: Wo steht Zalando heute, wo kann es hin?
Samwer Report: Wie Marketing bei Zalando & Co. funktioniert
Samwer Report: Zalando rüstet Lagerkapazitäten für 2012
03.02.12
"Wir haben sehr viele Dinge zu Stande gebracht, die man noch eine ganze Weile lang im Markt nicht für möglich halten wird."
Ob bei Twitter, Facebook oder in den persönlichen Blogs - der Aderlass bei Rocket Internet ist mittlerweile unübersehbar. Vor allem die erste Generation geht neue Wege:
Über Project A Ventures ist genügend geschrieben worden ("Hat Otto die Samwer-Crew aktiv angeworben?").
Andre Alpar, Director Marketing bei Rocket Internet, so könnte man es deuten, hat seine ehemaligen Hitflip-Jungs eine SEO-Agentur aufbauen lassen, bei der er nach einer kurzen Auszeit im März einsteigen will (siehe auch den Samwer Report über die SEO-Methoden von Rocket Internet).
Im Grunde faszinierend zu sehen, dass Rocket Internet in seiner bisherigen Form nur gute drei Jahre bestanden hat, aber eine ganze Generation von Onlinern geprägt hat ("Bye Bye Rocket Internet"):
"Zu allererst, es waren jetzt unglaublich aufregende 2 1/2 jahre Rocket Internet. Was ich lernen konnte, war unglaublich.
Tolle Firmen, wo man noch die ersten Domains registrieren durfte und die so schnell gewachsen sind, dass dann auf einmal über 500 Mitarbeiter involviert waren.
Das rasante Wachstum, das ich miterleben durfte, ist so glaub ich europaweit einmalig gewesen und ich danke Andre für diese unglaubliche Chance so viel zu lernen.
Aus meiner Sicht waren die letzten 2 einhalb Jahre wirklich die beste Startup Schule, die man bekommen konnte. Unglaublich tolle Menschen mit unglaublich geilen Skills rocken Rocket Internet."
Man kann sehr gespannt sein, wie sich Rocket Internet, das ja ohnehin im permanenten Wandel war/ist, künftig aufstellt, denn die Samwers werden die Abgänge nicht abhalten.
Frühere Beiträge zum Thema:
Rocket Internet: Die Marketing-Erkenntnisse in einem Chart
Samwer Report: Wie Marketing bei Zalando & Co. funktioniert
Samwer Report: Über die SEO-Methoden von Rocket Internet
02.02.12
Da die Klonvorlagen inzwischen gefühlt im Vierwochentakt wechseln, verliert man sehr leicht aus dem Auge, was aus der letzten und der vorletzten Klongeneration geworden ist.
Wir erinnern uns: Nach Groupon und Airbnb, aber noch vor Fab.com und Pinterest war der Beautypröbchenversand Birchbox das große Thema - und dessen deutscher Klon Glossybox.
EU-Startups hat ein gutes Update:
"GlossyBox, the German Birchbox clone which is backed by the Samwer brothers (and Kinnevik / Holtzbrinck Ventures), has recently acquired MonCoffretBeaute - a French website that also offers beauty samples on a subscription basis and a startup which used to compete with GlossyBox.fr.
Glossybox was founded in 2011 and is already available in over 20 countries. According to David Toledano (CEO, Glossybox France), the young company today has over 150,000 subscribers worldwide. The acquisition of MonCoffretBeaute could help Glossybox to play a more dominant role within the French market."
Da dürften also die Übernahmeverhandlungen mit Birchbox, Shoedazzle & Co. schon langsam anlaufen.
Mehr über den europäischen Markt für Beautyboxen, aber auch über die neue 11-Mio.-Dollar-Runde für Stylistpick bei EU-Startups.
Die Birchbox-Gründerinnen hatte im Herbst ihr Einjähriges gefeiert. Und mehr zum Für und Wider von Abo-Commerce-Modellen gibts in der Kassenzone.
Frühere Beiträge zum Thema:
Fab.com und das neueste aus Deutschlands Klonfabriken
Ladenzeile weicht Pinspire und geht an Springer-Konzern
Samwer Report: Glossybox holt Holtzbrinck als Financier
Kinnevik spendiert Samwer Startups 92,5 Mio. Euro in Q2
02.02.12
Otto ordnet sich gerade und sortiert sich und seine Beteiligungen neu. Und auch wenn in den Reihen der Otto-Gruppe vieles parallel und unabhängig voneinander läuft, ist es doch spannend zu verfolgen.
So berichtet das Quintura-Blog heute über einen möglichen Verkauf des russischen Zappos-Klons Sapato, eines der ersten Engagements von Ottos eVenture Capital Partners, an Ozon.ru, den die russische Kartellbehörde gerade genehmigt hat:
"‘Amazon of Russia', OZON has received an approval from the Federal Antimonopoly Service (FAS) of the Russian Federation to acquire online shoe store Sapato.ru, according to the FAS' web-site.
To finance an acquisition, OZON can use proceeds of $100 million round that it raised from Ru-Net, Rakuten, Alpha Associates and Index Ventures last September.
Launched in June 2010, Sapato raised some $18 million in venture capital including $12 million in a round led by Intel Capital last June.
Other investors of Sapato.ru included German Otto Group-backed eVenture Capital Partners, Investment AB Kinnevik of Sweden and Direct Group (via Fast Lane Ventures) of Pascal Clement."
In der Zwickmühle ist bei Sapato schon seit längerem Rocket-Hauptgeldgeber Kinnevik ("Wie angel ich mir einen 300 Mio. Euro Investor?"), der sowohl an Zalando und seinen internationalen Ablegern als auch an Sapato.ru beteiligt ist.
Rocket Internet hat in Russland lamoda am Start, über dessen Unvermögen sich kürzlich Oliver Samwer so heftig beklagt hat.
eVenture Capital Partners hat gerade das Oryx Project A Ventures bei Wine in Black an Bord geholt, sich international zuletzt an MyDeco, Farfetch und Recurly beteiligt und sich ansonsten über ein glückliches Groupon-Jahr gefreut
Nachtrag: An Ozon ist u.a. auch Holtzbrinck Ventures beteiligt (das ebenfalls an lamoda beteiligt ist).
Frühere Beiträge zum Thema:
The Oryx Project: Otto steigt bei Amerano und Wine in Black ein
Perfect Life: Warum kann nicht mal sowas von Otto kommen?
Recurly holt $6 Mio. von BV Capital (aka Ottos eVC Partners)
Farfetch Mode holt $18 Mio. von Ottos eVC Partners & Co
eVC Partners: Groupon und seine glücklichen Investoren
01.02.12
Im Rahmen seiner Asien-Expansion hat Samwers Rocket Internet erstmals Umsatzzahlen für Zalando veröffentlicht:
"We have built an e-commerce website in Europe which sells more than 30,000 pairs of shoes per day and generates 100mil Euros per month in revenue (see www.zalando.co.uk and www.zalando.de).
We have also introduced this model into other countries such as Brazil (www.dafiti.com.br), Japan (www.locondo.jp), Russia (www.lamoda.ru) and Australia (www.theiconic.com.au). In fact, we launched the Australian website in just 45 days, growing from 0 to 150 employees in that period.
We are now expanding into SE Asia, with a focus on Indonesia, Malaysia & Singapore, and aim to build the largest e-commerce website in the region."
Bei den Zalando-Einnahmen dürfte es sich um die Nachfrage handelt. Da Zalando kostenlos hin- und rückversenden lässt, ist von Retourenquoten von 50% (und mehr) auszugehen.
Eindrucksvoll auch die Zahl der Unternehmen, die Rocket Internet mittlerweile angibt zu betreiben:
"Rocket Internet (www.rocket-internet.de) is one of the biggest IT incubators in the world, with more than 200 portfolio companies globally and offices on every continent. We have investments in Groupon, Linkedin and Facebook."
Mehr über die Expansionspläne von Rocket Internet bei sgentrepreneurs und bei Deutsche Startups.
In Asien ist offenbar der "Blitzkrieg" in vollem Gange, den Oliver Samwer in seiner (internen) Mail angekündigt hat ("Oliver Samwer über seinen aggressiven Wachstumskurs").
Und bei diesen Zahlen wird auch nochmal ganz gut deutlich, warum dem Otto-Konzern die Muffe geht ("Hat Otto die Samwer-Crew aktiv angeworben?") und er Millionen für einen Rocket-Klon locker macht ("Otto bestätigt die Kampfansage an die Samwers")
Frührere Beiträge zum Thema:
Oliver Samwer über seinen aggressiven Wachstumskurs
Samwer Report: Wofür Rocket weitere Milliarden braucht
Samwer Report: Zalando-Bewertung steigt auf 1,6 Mrd. Euro
Zalando-Chef David Schneider über den Multi-Channel-Mythos
Zalando-Analyse: Wo steht Zalando heute, wo kann es hin?
Samwer Report: Wie Marketing bei Zalando & Co. funktioniert
Samwer Report: Zalando rüstet Lagerkapazitäten für 2012
01.02.12
Die Tradoria-Übernahme durch Rakuten zählte zu den seltsamsten Übernahmen des Jahres 2011 - und nicht nur wir fragten uns, was das werden soll.
Inzwischen hat Rakuten-Chef Hiroshi Mikitani durchaus plausibel dargelegt, wie er mit Tradoria in fünf Jahren an Amazon.de vorbeiziehen will.
Und im DLD-Interview unterstreicht er nochmal, was für ihn speziell den Reiz von Tradoria ausmacht, das künftig als Rakuten Deutschland firmiert:
"We liked Tradoria, although it is not so big at this moment. I started from two people without raising any money. So I believe they have a very good platform, a very good culture, and the business model is very similar to Rakuten.
So more than the big companies we acquired like Play.com, Priceminister or Buy.com I think Tradoria (Rakuten Germany) has a more natural fit with us.
And we know how to grow this model very rapidly. We have done it. We started from 0, now it is 14 billion USD a year, and it keeps growing."
Eine große Chance sieht Hiroshi Mikitani im Longtail - bei kleinen bis mittelgroßen Händler mit sehr speziellen Sortimenten und einzigartigen Produkten ("non-barcode-items"), von denen ja auch Etsy & Co. leben.
Das DLD-Team hat die Session mit Hiroshi Mikitani zusammengefasst ("The Secrets of a Huge Success").
2011 hat nicht nur Tradoria einen internationalen Partner für weiteres Wachstum gefunden. Yatego holte sich eine Wachstumsfinanzierung von Acton Capital (Burda) und Hitmeister eine Wachstumsfinanzierung von Tiger Global.
Alle DLD-Sessions sind inzwischen als Video und als Textzusammenfassung online.
Frühere Beiträge zum Thema:
Wie Rakuten mit Tradoria an Amazon.de vorbeiziehen will
Rakuten nach der Übernahme von Tradoria, Play.com und Kobo
Tradoria will sich im Januar in Rakuten umbenennen
Nach Tradoria geht UKs Play.com für €29 Mio. an Rakuten
Rakuten/Buy.com stößt mit Tradoria nach Deutschland vor
Rakuten über die Expansionspläne mit Buy.com und Priceminister
Shopbörse: Buy.com geht für 250 Mio. Dollar an Rakuten
01.02.12
Von Matthias Hell und Jochen Krisch
Seit bald zwei Jahren berichten wir intensiv über die internationalen Ambitionen des japanischen Rakuten-Konzerns: erst den Kauf von Buy.com in den USA, dann die Expansionspläne mit Priceminister in Frankreich und schließlich die Übernahmen von Tradoria, Play.com und Kobo binnen kürzester Zeit.
Rakuten (gesprochen: Ragdenn) hat weiter gut gefüllte Kassen - und ist für viele jetzt erst auf dem E-Commerce-Radar aufgetaucht - im Rahmen der aktuellen PR-Offensive, bei der Rakuten-Chef Hiroshi Mikitani die Devise ausgegeben haben. Wir wollen in Deutschland mit Tradoria (inzwischen: Rakuten Deutschland) binnen fünf Jahren Amazon überholen:
„Our goal is to become the No. 1 e-commerce marketplace in Germany. We know that Tradoria is still small, but we are very longterm-oriented. We believe that if we can improve the organization, help Rakuten Germany create new functions and put lots of new products in, we will be bigger than Amazon.de in five years."
Als wichtigsten strategischen Vorteil im Wettbewerb mit Amazon betrachtet der Rakuten-Chef den händlerfreundlichen Ansatz seines Unternehmens, der auch den Kunden ein ansprechenderes Einkaufserlebnis ermöglichen soll:
„Amazon is product-centric and when they see a successful product they want to sell it themselves. Rakuten does not sell products directly to consumers.
Rakuten Ichiba is very shop-centric, we have more than 40.000 shops, each with its unique character.
Our goal is to empower our merchants. We give sellers creative control because we believe that internet shopping is the ultimate face-to-face business and that shopping is entertainment."
Zwar glaubt der Rakuten-Chef nicht, dass sich das japanische E-Commerce Modell 1:1 auf andere Märkte übertragen lässt, doch gibt es eine Reihe lokaler Besonderheiten, die Mikitani, wo sinnvoll, auch auf seine Auslandgesellschaften übertragen will.
So hat Rakuten in Japan neben dem Marktplatzgeschäft ein breites Ökosystem an Dienstleistungen für seine Kunden aufgebaut, das von Suchangeboten über Reisen bis zu Bank-Dienstleistungen reicht und vielfältige Synergien schafft.
Ein eigenes Zahlsystem und ein spartenübergreifendes Bonus-System hilft zudem bei der Bindung der Kunden:
In Japan ist der Rakuten-Marktplatz etwa viermal so groß wie Amazon.co.jp. Der Konzern beschäftigt mehr als 10.000 Mitarbeiter und zählt mit einem Börsenwert von rund 15 Mrd. US-Dollar zu den zehn größten Internet-Companies weltweit.
Wir sind gespannt, wie sich Rakuten auf dem deutschen Markt macht und wie und wo es sich ggf. verstärkt.
Rakuten wird auch auf der Exceed 2012 vertreten sein.
Frühere Beiträge zum Thema:
Rakuten nach der Übernahme von Tradoria, Play.com und Kobo
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01.02.12
Für Exciting Commerce war der Januar der stärkste Monate aller Zeiten, was natürlich auch daran liegt, dass es nun langsam ans Eingemachte geht ("Die Topthemen im Januar"). Künftig veröffentlichen wir die Topthemen einmal im Monat auch in druckbarer Form als Exciting Commerce Essentials (PDF):
Exciting Commerce Essentials für Januar 2012
"In den Essentials bringen wir jeden Monat die spannendsten Entwicklungen im E-Commerce kompakt als Briefing - für alle, die Exciting Commerce nicht täglich verfolgen können, sich nochmals gesondert updaten wollen oder die Essentials im Kollegenkreis weiterreichen wollen."
Es handelt sich bei der Januar-Ausgabe (PDF) noch um eine Probeausgabe. Wir freuen uns also über Feedback und sind offen für Verbesserungsvorschläge.
Frühere Beiträge zum Thema:
Die Topthemen im Januar
Social Proof am Beispiel der 50 Denkanstöße
Wir feiern 500x 50 Denkanstöße für den Online-Handel!
01.02.12
Keine acht Wochen mehr bis zur Exceed Konferenz für neue E-Commerce-Modelle am 22./23. März in der Kalkscheune Berlin. Wir gehen davon aus, dass wir mit 500 Teilnehmer(innen) ein volles Haus haben werden.
(Maximal) bis Ende der Woche gibt es noch stark ermäßigte Gründer- und Startuptickets für 85 Euro (statt 199 Euro). Sobald das Kontingent weg ist, erhöhen sich die Preise (für alle Kategorien).
Auf erste Programmhighlights und Referenten hatten wir bereits hingewiesen:
Exceed 2012: Wer füllt die Lücke, die Magento hinterlässt?
Exceed Impulse 2012: Make it social, make it fast(er)!
Die Mass Customization 500 auf der Exceed Konferenz 2012
Exceed 2012 mit Showrooms und Sprechstunden für Sponsoren
Exceed 2012: Woher kommen die ersten 100 Anmeldungen?
3 Founders: Die Jimdo-Gründer auf der Exceed Konferenz
Exceed-Konferenz: Für wen gibt es stark ermäßigte Tickets?
Exceed: Was wird aus den Live Shopping Days 2012?
Ein vorläufiges Programmschema erscheint in den kommenden Tagen, das vollständige Programm nicht vor Ende Februar. Aber wie immer bei Exciting Commerce: Nicht das Programm ist das Wichtigste, sondern die Teilnehmer. Auf der Exceed-Konferenz treffen sich vor allem Gründer und Investoren, um über die Marktperspektiven und die spannendsten Geschäftsmodelle für den Handel der Zukunft zu diskutieren.
Frühere Beiträge zum Thema:
K5 Echo: "Die K5-Konferenz ist die Revolution"
LSD 2011: Eindrücke von den Live Shopping Days
LSD 2011: Die Live Shopping Days in 15 Minuten
31.01.12
Beinahe täglich Neues über Ottos neue Online-Offensive bringt Deutsche Startups ans Licht.
Demnach hat sich der Otto-Konzern über seinen Berliner Inkubator Project A Ventures zum Start neben Wine in Black auch an Amerano beteiligt:
"Zum Start gibt es bei Amerano zwar nur Maßhemden. Mitgründer Beyer will das Sortiment aber schon bald ausweiten - auch um andere Klamotten, die nicht maß-gefertigt sind.
Project A Ventures ist ab sofort mit über 30 % bei Amerano an Bord. (...)
Der Einstieg war aber nur eine Frage der Zeit, zumal Project A Ventures und Amerano ohnehin bereits im gleichen Gebäude weilen.
Mit Amerano und Wine-in-Black setzt Project A Ventures somit zum Start auf zwei E-Commerce-Konzepte in Nischen. Weitere werden sicherlich folgen!"
Mit Unterstützung von Project A Ventures rund um die ehemaligen Rocket-Internet-Macher will Otto im Online-Handel aufholen.
Project A Ventures (aka The Oryx Project) und die Amerano-Gründer sind am 22./23. März auch auf der Exceed 2012 vertreten, wo wir diesmal die "Mass Customization 500" als eines der Schwerpunktthemen haben.
Unter den aktuell gut 200 Anmeldungen sind - von Baur über Frankonia bis Otto selber - auch viele Mitarbeiter(innen) der Otto Group. Die Teilnehmermischung und die ungewöhnlich hohe Frauenquote versprechen den fruchtbaren Austausch über die Zukunft des Online-Handels, den wir uns wünschen.
Frühere Beiträge zum Thema:
The Oryx Project: Hat Otto die Samwer-Crew aktiv angeworben?
The Oryx Project: Otto bestätigt Kampfansage an Samwers
The Oryx Project und die Pläne der ehem. Rocket-Führung
31.01.12
Das E-Commerce-Jahr 2012 begann gleich mit mehreren Paukenschlägen. Neben der unerwarteten Insolvenz von Schlecker Home Shopping, den Umbrüchen bei den Media-Märkten und den Turbulenzen in der Douglas-Gruppe ließ vor allem das Oryx-Project der Otto-Gruppe aufhorchen.
Die Samwers jedenfalls lassen sich von der neuen Konkurrenz aus dem eigenen Haus nicht sonderlich beeindrucken und haben einen neuen Namen für ihr geplantes Möbelimperium gefunden: Home24 heißt die Zukunft des Möbelhandels.
Unter den Startups ist es neben Pinterest ("Alles über das Pinterest-Phänomen") vor allem Fab.com ("Wie offen sollten E-Commerce-Startups kommunzieren?"), das den deutschen Klonfabriken inzwischen als Vorlage dient.
Für Exciting Commerce war der Januar der trafficstärkste Blogmonat aller Zeiten.
Hier die 10 Topthemen der vergangenen 30 Tage nach Abrufen:
The Oryx Project: Otto bestätigt Kampfansage an Samwers
The Oryx Project: Hat Otto die Samwer-Crew aktiv angeworben?
The DODEQA Project: Eine E-Commerce-Reise um die Welt
Fab: Wie offen sollten E-Commerce-Startups kommunizieren?
Was die Media-Markt-Strategie so wegweisend macht
Was sind 3 Mio. € Tagesumsatz wert? oder: Wo steht die Elektro-Branche?
Social Shopping: Alles über das Pinterest-Phänomen
Samwer Report: Home24 ist der neue Name von Möbelprofi
Exceed-Konferenz: Für wen gibt es stark ermäßigte Tickets?
Best Buy: Was den Mediamärkten wirklich das Genick bricht
Mitte des Monats sah das Ranking noch etwas anders aus. Deshalb hier der Vollständigkeit halber wie immer auch die anderen Topbeiträge des Monats:
Samwer Report: Wofür Rocket weitere Milliarden braucht
Samwers: "Unbelievable Money at Unbelievable Valuations"
Oliver Samwer über seinen aggressiven Wachstumskurs
Bücher für 2012: Die 10 spannendsten Neuerscheinungen
Oliver Samwer über die ultimative Chance im Möbelmarkt
Soziale Filter: Wie Facebook den Webshop befruchten kann
Die Liste umfasst sowohl direkte Seitenabrufe als auch die Abrufe via Feedreader.
Die Topthemen des Jahres 2011:
Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez
Die Topthemen des Jahres 2010:
Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez
30.01.12
Als gelernter Katalogversender ist die Otto-Gruppe bekannt für E-Commerce-Konzepte, die gewollt am (Online-)Markt vorbeigehen.
Nach den Ausfällen von 2010 war die Ausbeute 2011 ein Refashion ("Warum lernt Otto online nichts dazu?"), ein Quelle-Revival ("Welche Chancen hat Quelle als Marktplatz für Silver Surfer?") und seit letzter Woche der Vitabote als Auffangbecken/Beschäftigungstherapie für vom Aussterben bedrohte Apotheken (siehe Otto empört Apotheken mit geplantem Online-Marktplatz).
Neben gezielten PR-Stunts ("Augmented Reality in Facebook") sind es vor allem unterfinanzierte E-Commerce-Projekte für jüngere und überfinanzierte Projekte für ältere Semester, die es durch die Otto-Gremien schaffen und mit denen sich dann Ottos fähigste Onliner herumplagen dürfen.
So wirklich fruchtet das alles nicht. Und so ist es kein Wunder, dass Otto nun zum ultimativen Befreiungsschlag ausholt ("The Oryx Project: Hat Otto die Samwer-Crew aktiv angeworben?"), der dem Konzern dann hoffentlich die dringend nötigen Früchte bringt.
Dabei gäbe es duchaus auch zukunftsfähige Online-Themen für die Generation Otto. Perfect Life ist eine der spannendsten Ideen, die uns in letzter Zeit begegnet sind. Das Projekt kündigt sich selbst etwas ungelenk als "eCommerce-Portal im 2. Gesundheitsmarkt (Prävention)" an.
Es handelt sich endlich einmal um ein E-Commerce-Projekt, das aus dem klassischen Sortimentsdenken ausbricht und sich ein (Zukunfts-)Thema vornimmt und dafür konsequent eine E-Commerce-Plattform entwickelt. Wir sind gespannt, was hier entsteht.
Perfect Life blickt schon vor dem Start auf eine durchaus wechselvolle Geschichte. Ursprünglich ebenfalls als Konzernprojekt vorangetrieben, passte es nach einem Management- (und dem damit unvermeidlich verbundenen Strategie-)Wechsel nicht mehr zur Strategie des Hauses.
Die Macher wollen nun unabhängig durchstarten, und es bleibt zu hoffen, dass die Perfect Life AG auch ohne Konzern im Rücken die für so ein Thema nötige (Vertriebs-)Power bekommt.
Frühere Beiträge zum Thema:
The Oryx Project: Hat Otto die Samwer-Crew aktiv angeworben?
The Oryx Project: Otto bestätigt Kampfansage an Samwers
The Oryx Project und die Pläne der ehem. Rocket-Führung
29.01.12
"If I can make a forecast, the Wal-Mart of China is actually going to be an online company."
Nichts bringt die Dimension besser zum Ausdruck, die die weltweite E-Commerce-Euphorie in den letzten Jahren erreicht hat, wie dieses Zitat von Juri Milner, mit DST (Digital Sky Technologies) einer der einflussreichsten (Wachstums-)Investoren.
Speziell für Schwellenländer wie Brasilien oder China ist zu erwarten, dass die Online-Pure-Player den Einzelhandel dominieren. In den Industrienationen dürfte Ähnliches passieren, nur wird es ein bisschen länger dauern.
Aber schon heute ziehen die Pure Player davon.
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E-Commerce für 2012: "More Than Nerd Commerce!"
E-Commerce für das zweite Drittel der Gesellschaft
Best Buy: Was den Mediamärkten wirklich das Genick bricht
Top 500 Shops (USA): Die Pure Player ziehen weiter davon
Wer sind die wahren Strategie-Experten für E-Commerce?
01.02.12
Immer zum Wochenende bringen wir die neuesten E-Commerce-Jobs sowie die Top-Arbeitgeber für den Online-Handel, wachstumsstarke Unternehmen, die ständig auf der Suche sind nach guten Leuten:
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Leitung Projektmanagement Vertriebspartner
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viele weitere Jobs bei neckermann.de GmbH
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VON WILMOWSKY sucht für den Standort München:
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Werkstudenten/Praktikant für Online Redaktion
Werkstudent/ Praktikant für Social Media und Online-Kooperationen
mehr Jobs bei VON WILMOWSKY
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xplace GmbHsucht für die Standorte Göttingen & Berlin:
Leiter Portalmanagement (m/w)
mehr Jobs bei xplace GmbH
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ARITHNEA GmbHsucht für die Standorte München und Bremen:
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eCommerce Consultant/Entwickler (w/m)
PIM Consultant (w/m)
viele weitere Jobs bei ARITHNEA GmbH
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Unic GmbHsucht für den Standort Karlsruhe:
Senior Developer Java PIM & E-Commerce
Developer Java (PIM & E-Commerce)
weitere Jobs bei Unic
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Online-Händler und E-Commerce-Unternehmen, die Topleute suchen und/oder sich bei uns als Top-Arbeitgeber präsentieren wollen, wenden sich bitte an Nadine Schmitt jobs@excitingcommerce.de
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Frühere Beiträge zum Thema:
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100.000+ Euro Job: Migros-Konzern sucht Leiter E-Commerce
Neue Jobs bei Tengelmann Ventures, dmc, Pharao24 Möbel, medpex Versandapotheke, Fahrrad.de, Unic
27.01.12
Inzwischen wissen wir, was die Media-Markt-Strategie so wegweisend macht.
Nur fragt man sich spätestens seit der Tiefpreis-Strategie ("Media Markt und die Panik vor der Preistransparenz"), warum das Online-/Photo-Handy-Verbot in den Media-Märkten noch gilt?
Wirklich nur, damit man die Warteschlangen an den Abholstationen nicht sehen kann?
Für ecomPunk Roman Zenner ist die verfehlte In-Store-Online-Politik der Aufreger der Woche:
"There is bound to be a certain number of people using their mobile phones to research prices online. Deal with it, this is 2012, and as stated above, people are not stupid.
Again, rather than being arseholes about this, embrace the opportunity of a potential customer being right there in your store and convert him! Why not provide free internet access and some nice tablets to allow price comparison right on the spot?
If you cannot beat the prices of price comparison pages - which you could because you're European biggest bloody electronics retailer - make a deal with those sites and get some money with some affiliate deals.
Even better, come up with a clever way of upselling the customer. Or get a full-breasted sales assistant to join him for a cup of coffee when he buys the thing right there right then - be creative!"
Nicht nur Shoppingzweinull und die Kassenzone, auch die ecomPunks haben gerade viel Spaß mit Media Markt.
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